Remarketing und Retargeting
Traffic, der noch nicht konvertiert hat, zurückholen dank Remarketing
Nicht jeder User stellt beim ersten Besuch auf der Website eine Anfrage oder macht gleich einen Kauf. Manche kommen selbst zurück, andere brauchen eine kleine Erinnerung. Mit Retargeting und Remarketing können Sie bisherige Website-Nutzer erneut ins Visier nehmen. Holen Sie Ihre Kunden zurück und steigern Sie ihre Umsätze.
Der Unterschied zwischen Retargeting und Remarketing
Die beiden Begriffe Remarketing und Retargeting werden oft als Synonyme verwendet – selbst bei Tool-Anbietern verschwimmen die Grenzen oft. Remarketing ist, wenn man es genau nimmt, eine Weiterentwicklung des Konzepts von Retargeting.
Retargeting
Retargeting dient dazu, bestehende Website Besucher wieder zu erkennen und Ihnen noch einmal verstärkt Werbung auszuspielen. Das ist bei nahezu allen Werbenetzwerken, angefangen bei Google, Facebook und Co, möglich, wenn auf der Website ein entsprechender Pixel eingebaut ist. Oft wird noch eine andere Werbung genutzt, die tiefer ins Thema hineingeht, aber zwischen den Usern wird kein Unterschied gemacht.
Das ist auch nicht unbedingt nötig, denn kein User ist zum Spaß auf Ihrer Website – Die Wahrscheinlichkeit, dass ein bisheriger Website-Besucher noch einmal kommt und konvertiert ist deutlich höher, als wenn Sie in eine kalte Zielgruppe hineinwerben.
Remarketing
Remarketing geht einen Schritt weiter und spielt Ads basierend auf dem User-Verhalten aus. Das können Ads basierend auf Themen sein, die er sich auf Ihrer Website angesehen hat. Das können aber auch konkret jene Produkte sein, die sich der User angesehen hat – eventuell sogar mit einem zusätzlichen Rabatt. So können User, die sich bereits im Conversion Funnel befunden haben, direkt zurückgeholt werden.
Je nachdem wie individuell man werben will, muss man die Wahl des Werbenetzwerks treffen. Eigene Kampagnen und Anzeigen zu Themen, für die sich ein User interessiert, sind fast überall möglich. Um individuell die jeweils angesehenen Produkte zu bewerben, gibt es eigens spezialisierte Tools.
FAQ – Häufige Fragen zu Remarketing und Retargeting
Warum das Schuh-Klischee im B2B in die Irre führt. Und wo der eigentliche Hebel liegt.
Remarketing kennen wir vom Paar Schuhe, das einen wochenlang verfolgt. Was soll das im B2B bringen?
Das Klischee stimmt und führt trotzdem in die Irre. Im Endkundengeschäft geht es um den vergessenen Warenkorb, im B2B um etwas anderes: Präsenz über eine lange Entscheidungsstrecke. Eine Kaufentscheidung im Industrieumfeld zieht sich über Monate, und es entscheidet nicht eine Person, sondern ein Gremium. Wer einmal auf Ihrer Website war, hat sich für Ihr Thema interessiert, und genau diese Menschen erreichen Sie später wieder, wenn ihr Projekt konkret wird. Gerade weil Ihre Zielgruppe klein ist, ist das wertvoll: Sie werben nicht in eine kalte Menge hinein, sondern zu Menschen, die ihr Interesse bereits gezeigt haben. Die Wahrscheinlichkeit einer Anfrage ist dort deutlich höher.
Was ist der Unterschied zwischen Retargeting und Remarketing?
Die Begriffe werden oft synonym verwendet, selbst von Anbietern. Genau genommen ist Retargeting die einfachere Variante: Frühere Besucher werden wiedererkannt und bekommen erneut Werbung, ohne Unterscheidung zwischen ihnen. Remarketing geht einen Schritt weiter und richtet die Display- und Video-Anzeigen nach dem Verhalten aus, also nach den Themen oder Produkten, die jemand tatsächlich angesehen hat. Im B2B ist meist die zweite Variante interessant, weil Ihr Angebot erklärungsbedürftig ist und ein Interessent, der eine bestimmte Anwendung angesehen hat, andere Argumente braucht als jemand, der auf der Karriereseite war.
Nerven wir unsere Interessenten damit nicht?
Wenn Sie es falsch einstellen, ja, und das passiert häufig. Zwei Stellschrauben entscheiden. Die erste ist die Häufigkeitsbegrenzung: Ohne Obergrenze sieht dieselbe Person Ihre Anzeige dutzende Male, und aus Aufmerksamkeit wird Ärger. Die zweite ist die Verweildauer in der Zielgruppe: Wer vor einem halben Jahr einmal die Startseite besucht hat, gehört nicht mehr angesprochen. Dazu kommt eine Selbstverständlichkeit, gegen die trotzdem oft verstoßen wird: Menschen, die bereits angefragt oder gekauft haben, gehören aus der Kampagne ausgeschlossen. Sonst bezahlen Sie dafür, Ihren eigenen Kunden hinterherzulaufen.
Lohnt sich das bei kleinen Zielgruppen überhaupt, oder ist der Aufwand zu hoch?
Kleine Zielgruppen sind kein Ausschlusskriterium, sie ändern nur die Rechnung. Bei sehr wenigen Website-Besuchern erreichen manche Werbenetzwerke die Mindestgröße für eine Zielgruppe nicht, dann läuft die Kampagne schlicht nicht aus. In dem Fall lässt sich mit längeren Zeiträumen arbeiten oder mit zusammengefassten Zielgruppen. Der eigentliche Punkt ist aber ein anderer: Im B2B geht es selten um viele günstige Klicks, sondern um wenige richtige Kontakte. Wenn ein einziger Auftrag sechsstellig ist, rechnet sich auch eine kleine Kampagne mit teuren Klicks. Das ist die Kalkulation, die im B2B zählt, nicht der Tausenderkontaktpreis.
Wie fangen wir an?
Mit der Voraussetzung, nicht mit der Kampagne. Remarketing braucht ein sauberes Tracking-Setup und eine funktionierende Zustimmungslogik, sonst landen zu wenige Menschen in Ihren Zielgruppen und die Kampagne läuft ins Leere. Danach überlegen wir, welche Besuchergruppen es überhaupt zu unterscheiden lohnt und welche Botschaft jede von ihnen braucht. Wenn Sie wissen wollen, ob und wie sich das für Ihr Unternehmen rechnet, sehen wir uns das im kostenlosen Erstgespräch an. Beide Gründer lesen jede Anfrage selbst.

